
Während andernorts terraformende Ölscheichs in ingeniösem Größenwahn eine künstliche Weltkarte ins Meer schütten, mit bislang nur semischönem Ergebnis und ungewissem Ausgang (die Arbeiten ruhen seit der Finanzkrise), zeigt uns die Natur auf den Pfingstsonntagsinseln vor der australischen Ostküste, wozu sie ganz alleine in der Lage ist, wenn man ihr nur ein paar Millionen Jahre Zeit lässt: Eine schönere Nachbildung aller Kontinente hat man sicher noch nie gesehen und über die allzu üppig proportionierte amerikanische Taille schauen wir generös hinweg. Ich jedenfalls bin völlig fasziniert.
Und der großzügig dimensionierte Flughafen deutet es schon an: Hier lässt sich auch ein angenehmer Urlaub verbringen. Hätten Sie vielleicht Lust auf eine Weltreise?

Der Winterdienst des grönländischen Städchens Ittoqqortoormiit macht es richtig: Nicht jammern, anpacken! Und so hat er nicht nur die Stadt und den angrenzenden Hügel von den Schneemassen befreit, sondern ein Eck des Kangertittivaq-Fjordes gleich mit. Die Eisbader werden es goutieren und wir sollten uns ein Beispiel nehmen.
(Ganz ohne Quatsch: Die Frage, warum man um Himmels Willen in solch einer unwirtlichen Gegend eine Stadt gründet, beantwortet Wikipedia umfassend: Territoriale Streitereien mit Norwegen waren der Anlass für die Dänen, dort Flagge zu zeigen.)

Wie kommt diese Nierenform in die Landschaft? Das ist die Pfälzer Antwort auf die Kornkreise, sagt der ehemalige Einwohner Neuhofens. Das dürfte ein verlandeter Altarm sein, sage ich, und versammle einige Fakten hinter mir. Wahrscheinlich ist die Struktur noch um einiges älter als die Rheinbegradigung, die den Neuhofener Altrhein etwas weiter östlich abgetrennt hat.
Aber so eine Spenderniere von den Außerirdischen wäre auch schön gewesen.
